Annaberg-Buchholz · unsere Heimat

Hier sind unsere Wurzeln.

Eine Bergstadt mit Geschichte, Handwerk, Erfindergeist und einem besonderen Gefühl für Heimat. Annaberg-Buchholz ist für uns nicht nur der Standort von Anapont. Wir sind Annaberger.

Damals wie heute

Willkommen in der Adam-Ries-Stadt.

Schon auf unserer früheren privaten Website annabergbuchholz.org haben wir versucht festzuhalten, was diese Stadt für uns besonders macht: ihre steilen Gassen, alten Bürgerhäuser, das traditionelle Handwerk, die St. Annenkirche und die Spuren des Silberbergbaus.

Annaberg-Buchholz erzählt seine Geschichte nicht nur in Büchern. Man begegnet ihr auf Straßen und Plätzen, in Kirchen, Museen, Werkstätten und im Erzgebirge rings um die Stadt. Menschen wie Barbara Uthmann und Adam Ries gehören ebenso dazu wie Klöppelkunst, Posamenten, Holzarbeiten und die bergmännische Tradition.

Eine Stadt, geprägt vom Erzgebirge

Silber, Handwerk und Erfindergeist.

Die Entwicklung Annabergs ist eng mit dem Bergbau verbunden. Der Silberfund am Schreckenberg führte Ende des 15. Jahrhunderts zu einem rasanten Aufschwung und zur Entstehung einer Stadt, die weit über das Erzgebirge hinaus Bedeutung gewann.

1491

Silber am Schreckenberg

Der Silberbergbau löste das große Berggeschrey aus. Menschen kamen in die Region, Bergbau, Handel und Handwerk entwickelten sich mit großer Geschwindigkeit.

1496

Die neue Stadt

Herzog Georg der Bärtige ließ die „Neue Stadt am Schreckenberg“ gründen. Wenige Jahre später entstanden Bergamt, Münze und die St. Annenkirche.

16. Jh.

Neue Handwerke

Als die Silberfunde zurückgingen, gewannen Spitzenklöppeln, Bortenwirken, Posamenten und andere Gewerbe an Bedeutung. Aus Bergbaugeschichte wurde eine vielfältige Handwerkslandschaft.

Was Annaberg-Buchholz ausmacht

Orte, die unsere Stadt erzählen.

Viele dieser Orte waren bereits Teil unserer früheren Website. Sie stehen bis heute für die Geschichte und das Lebensgefühl unserer Heimat.

Blick auf Annaberg-Buchholz mit der St. Annenkirche

St. Annenkirche

Die spätgotische Hallenkirche prägt das Bild der Stadt. Ihre Kunstschätze und der Annaberger Bergaltar verbinden Stadtgeschichte, Glauben und Bergbau auf besondere Weise.

Foto: Harke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle · Lizenz
Historisches Hammerwerk Frohnauer Hammer

Frohnauer Hammer

Historische Technik, Wasserkraft, Eisen und Handwerk lassen sich hier unmittelbar erleben. Der Hammer steht für eine jahrhundertealte Kultur des Herstellens und Weitergebens von Können.

Foto: Harke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle · Lizenz
Aussichtsturm auf dem Pöhlberg

Pöhlberg

Der Hausberg Annabergs gehört zur Silhouette der Stadt. Basaltformationen, die bekannten Butterfässer und der Blick über das obere Erzgebirge machen ihn zu einem festen Teil unserer Heimat.

Foto: Harke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle · Lizenz

Weihnachten im Erzgebirge

Schwibbögen, Bergmann und Engel, Schnitzkunst, Klöppelspitzen und Bergparaden stehen für eine lebendige Tradition, in der Licht und Wärme eine besondere Bedeutung haben.

Genau dieses Gefühl von Wärme, Heimat und Zuhause schafft eine natürliche Brücke zu Anapont.

Panorama von Annaberg-Buchholz vom Pöhlberg
Annaberg-Buchholz vom Pöhlberg. Foto: Kora27, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle · Lizenz
Historisches Bild aus dem früheren Internetauftritt annabergbuchholz.org
Aus dem eigenen historischen Bildbestand von annabergbuchholz.org.
Unsere persönlichen Wurzeln

Annaberger. Nicht nur dem Firmensitz nach.

Für Dirk Schubert ist Annaberg-Buchholz Familiengeschichte. Die eigene Familienlinie reicht nach der überlieferten Familienforschung bis zu Adam Ries zurück, dem Rechenmeister, Bergbeamten und wohl bekanntesten Sohn der Stadt.

Diese Verbindung erklärt auch, warum bereits lange vor Anapont eine private Website über Annaberg-Buchholz entstand. Es war der Versuch, Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der eigenen Heimat im damals noch jungen Internet festzuhalten.

Die Technik hat sich verändert. Die Verbundenheit ist geblieben.

Von der Heimat zum Unternehmen
Aus einer Stadtgeschichte wurde keine Firma. Aber aus derselben Verbundenheit, Sorgfalt und Freude am Machen ist Anapont gewachsen.

Annaberg-Buchholz wurde über Jahrhunderte von Bergbau, Metall, Handwerk und Menschen geprägt, die Dinge herstellen konnten. Heute arbeiten wir hier mit moderner Technik und fertigen elektrische Badheizkörper für unsere Kunden. Andere Produkte, eine andere Zeit, aber dieselbe Heimat.

Anapont heute

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Anapont · Annaberg-Buchholz

Aus unserer Heimat. Für Ihr Zuhause.

Wir tragen Annaberg-Buchholz nicht nur in unserer Adresse. Die Stadt gehört zu unserer Geschichte, zu unserer Familie und zu dem Ort, an dem Anapont heute arbeitet.

Zeittafel Annaberg-Buchholz & Anapont

Jahrhunderte Geschichte. Und unsere eigenen Jahre darin.

Diese Zeittafel führt die historischen Inhalte unserer früheren Arbeit weiter. Die Geschichte von Anapont ist bewusst an den passenden Stellen eingefügt, denn sie gehört für uns heute zur Geschichte unseres Lebens und Arbeitens in Annaberg-Buchholz.

Die Zeittafel ist bewusst ohne laufende Quellenangaben gestaltet, damit sie lesbar bleibt. Die Anapont-Meilensteine sind farblich hervorgehoben.
1. bis 14. Jahrhundert41 Einträge
100
wird von Ptolemäus das Erzgebirge zu den Sudeten gerechnet.
454–495
dringen die Tschechen in Böhmen ein.
531
vernichten Franken das Thüringer Reich.
600
soll nach Albinus schon Elterlein bestanden haben.
805
geht Karls des Großen Sohn Karl gegen die Tschechen über Fergunna an die Eger nach Cadanburg.
888
wird auf der Kirchenversammlung zu Mainz von Bischof Liutberg gestattet, an tragbaren Altären Messe zu halten.
892
wird bei Klaffenbach das Heer des Bischofs Arno von Würzburg durch die Sorbenwenden vernichtet.
923–932
wird Schloss Wildeck in Zschopau unter Heinrich I. als Grenzburg von Markgraf Riddag von Meißen gegründet.
950
soll schon die Grafschaft Schwarzenberg bestanden haben.
960
hat Herman Billung nach dem Kriege gegen die Wenden als Statthalter mit seinen Sachsen das Obererzgebirge angebaut und Quedlinburg (Elterlein) gegründet.
961
wird Hermann Billung von Otto I. zum Herzog von Sachsen ernannt.
973
stirbt Hermann Billung zu Quedlinburg (a. H.) am 27. März.
974
schenkte Kaiser Otto I. dem Merseburger Stifte einen Wald im Gaue Chutizi zwischen Mulde und Saale.
1004
zieht Kaiser Heinrich II. durch den Miriquidi gegen Herzog Boleslav von Böhmen.
1162–1170
Entdeckung der Freiberger Erzgänge.
1167–1181
Einwanderung bergbaukundiger Sachsen ins Erzgebirge während der Kämpfe zwischen Heinrich dem Löwen und den niedersächsischen Fürsten und Städten.
1173
wurde das Kloster Zelle bei Aue durch Mönche aus dem Kloster Zelle bei Freiberg gegründet.
1180
stellte Markgraf Otto der Reiche von Meißen die Burg Wildeck in Zschopau wieder her.
1226
starb Franziskus, dem das Annaberger Kloster (1502) geweiht war.
1231
starb Landgräfin Elisabeth. Ölgemälde in der Buchholzer Kirche.
1236/1238
stiftet Meinherr II., Graf zu Hartenstein und Burggraf zu Meißen, das Kloster Grünhain und stattet es mit zehn Dörfern aus.
1253
stirbt Klara Skiffe, Stifterin des weiblichen Franziskanerordens.
1265
errichtet Heinrich der Erlauchte den Turm „Dicker Heinrich“ auf der Burg Wildeck.
1274
starb Bonaventura, Franziskanergeneral. Bild in der Buchholzer Kirche.
1284
kommt urkundlich für Lößnitz der Name Lößnitz, Leßnitz, Lußenitz vor.
1288
schließt mit dem Tode Heinrichs des Erlauchten die erste Glanzzeit des Freiberger Bergbaues.
1290
nennt man Hilbersdorf noch Hillebrandisdorf und Dittersbach noch Dyterychsbach.
1296
versinkt ein Regiment Kaiser Adolfs von Nassau bei Freiberg.
1297
wird Ludwig von Toulouse Franziskaner. Bild in der Buchholzer Kirche.
1300
geht die Burg Niederlauterstein von den Burggrafen zu Leisnig an die Herren von Berbisdorf über.
1306
heißt Leukersdorf noch Leutgersdorf.
1307
fertigt der Sage nach Hans von Köln den gotischen Altar in der Nikolaikirche zu Ehrenfriedersdorf.
1312
heißt Seifersdorf noch Syvirdisdorf. Im selben Jahr wird Schloss Scharfenstein in einer Fehde eingenommen und zerstört.
1327
wird der Gebrauch der slavischen Sprache bei den Zwickauer Gerichten verboten.
1335/1339
kommen die ersten Nachrichten über den Bergbau in Frauenstein und Grünhain.
1351
nennt die älteste Urkunde Schlettau nach Slate.
1363
erwirkt Bernhard von Schönburg auf Hohenstein und Schlettau vom Kaiser Karl IV. Zollfreiheit für die Pflege Schlettau im Verkehr mit Böhmen.
1377
erhalten die Hoheitsrechte über Geyer und Ehrenfriedersdorf die Markgrafen von Meißen.
1385
steht auf dem Altarbilde im Brunnenhause zu Wolkenstein.
1388
findet sich schon ein dem Annaberger ähnliches Chor an der Moritzkirche in Halle.
1395
wird Geyer von Ehrenfriedersdorf aus angelegt.
15. Jahrhundert11 Einträge
1442
wird am Pöhlberg auf St. Briccius Silber gefunden; als erste sichere Nachricht über dortigen Bergbau gilt jedoch erst das Jahr 1483.
1483
stammt die erste sichere Nachricht über Silberbergbau am Pöhlberg.
1491
wird am Schreckenberg ein reichhaltiger Silbererzgang gefunden. Das dadurch ausgelöste „Berggeschrey“ führt zu einem starken Zustrom von Bergleuten. Die heutige Stadt nennt 1491 ebenfalls als Beginn dieser Entwicklung.
1492, 31. Juli
sind die Gewerken am Schreckenberg urkundlich nachweisbar; ihnen wird eine Münzfreiheit auf sechs Jahre gewährt.
1493, 11. Februar
wird eine Bergordnung für den Schreckenberg erlassen.
1496
entsteht infolge des reichen Silberbergbaus die „Newe Stat bey dem Schreckenberge“, die spätere Stadt Annaberg.
1496 bis 1499
sind bereits 51 Zechen im Annaberger Revier in Betrieb.
1497, 28. Oktober
erhält die „Nawenstadt bey dem Schregkenbergk“ von Herzog Georg Stadt- und Bergrecht sowie weitere Privilegien.
1497
wird auch Bergbau „im Buchholtz“ erwähnt. Auf der anderen Seite der Sehma beginnt sich die spätere Stadt Buchholz zu entwickeln.
1498
wird die Münzstätte zunächst in Frohnau eingerichtet; später wird sie nach Annaberg verlegt.
1499, 25. April
erfolgt die Grundsteinlegung der St.-Annenkirche.
16. Jahrhundert25 Einträge
1501, 22. März
verleiht König Maximilian I. der Stadt offiziell den Namen St. Annaberg und ihr Stadtwappen.
1501
wird auf der anderen Seite der Sehma die Bergstadt St. Katharinenberg im Buchholz gegründet. Aus ihrem Namen entwickelt sich später die Bezeichnung Buchholz.
1502
wird die zunächst in Frohnau betriebene Münzstätte nach Annaberg verlegt.
1504 bis 1521
wird die St.-Katharinenkirche in Buchholz errichtet; der geplante große Hallenbau bleibt allerdings unvollendet.
1507
erreicht der Annaberger Silberbergbau eine außerordentliche Blüte; allein in diesem Jahr werden etwa 330.000 rheinische Gulden Ausbeute verteilt.
1509
erhält Annaberg eine bedeutende neue Bergordnung. Die Stadt zählt zu dieser Zeit bereits ungefähr 8.000 Einwohner und gehört damit zu den bedeutendsten Städten Sachsens.
1514
wird Barbara von Elterlein, die spätere Barbara Uthmann, geboren.
1515
wird Buchholz als Marktflecken bezeichnet.
1517
erscheint Buchholz bereits als oppidum, also als städtische Siedlung.
1518
wird der Bau des Annaberger Franziskanerklosters vollendet.
1518
kommt es zum berühmten Annaberger Hüttenstreit, einem Konflikt um Rechte und Organisation des Steinmetzhandwerks.
1520
wird in Annaberg erstmals das Trinitatisfest gefeiert. Daraus entwickelt sich später die Annaberger Kät.
um 1521
stiftet die Bergknappschaft den berühmten Annaberger Bergaltar. Seine Rückseite zeigt detailliert den erzgebirgischen Bergbau der Zeit.
1522/23
gestaltet Hans Hesse die berühmten Bergbaudarstellungen auf der Rückseite des Bergaltars.
1523
zieht der Rechenmeister Adam Ries nach Annaberg.
1525
wird der Bau der St.-Annenkirche vollendet.
1496 bis 1530
sind insgesamt nicht weniger als etwa 380 Zechen im Annaberger Bergbaurevier in Betrieb. Mehr als 2.000 Bergleute arbeiten zeitweise im Revier.
1530
gehört Annaberg zu den größten Städten Sachsens. Historische Angaben nennen 896 besessene Bürger sowie zahlreiche Hausgenossen, Dienstboten und weitere Einwohner.
1533
erstellt Adam Ries im Auftrag des Rates die Annaberger Brotordnung, die später anderen Städten als Vorbild dient.
1539
setzt sich im albertinischen Sachsen und damit auch in Annaberg die Reformation durch.
1540
ist die Annaberger Stadtbefestigung vollendet.
1547
werden Buchholzer Bergamt und Münze nach Annaberg verlegt.
1559
stirbt Adam Ries, der seit 1523 in Annaberg als Rechenmeister und Bergbeamter gewirkt hatte.
zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts
gewinnt neben dem Bergbau die Herstellung von Borten und Posamenten zunehmend an Bedeutung. Besonders mit Barbara Uthmann wird diese Entwicklung verbunden.
1590
erscheint die berühmte „Meißnische Bergk Chronica“ des Petrus Albinus, eine wichtige Quelle zur frühen Geschichte des erzgebirgischen Bergbaus.
17. Jahrhundert10 Einträge
1604
vernichtet ein großer Stadtbrand weite Teile Annabergs. Es ist der erste von vier besonders schweren Stadtbränden der Jahre 1604, 1630, 1664 und 1731.
1608 bis 1638
dient das Kurfürstenhaus in Buchholz zeitweise als Rathaus.
1618
beginnt der Dreißigjährige Krieg. Auch das obere Erzgebirge und die beiden Bergstädte werden in den folgenden Jahrzehnten schwer in Mitleidenschaft gezogen.
ab 1622
suchen protestantische Glaubensflüchtlinge aus Böhmen in Annaberg und den umliegenden Orten Zuflucht.
1625/26
nimmt der Zuzug böhmischer Exulanten deutlich zu. Viele lassen sich im oberen Erzgebirge nieder.
1630
wird Annaberg erneut von einem großen Stadtbrand heimgesucht.
1632 bis 1648
leiden Annaberg, Buchholz und das umliegende Erzgebirge unter Durchzügen, Einquartierungen und Plünderungen während des Dreißigjährigen Krieges.
1648
endet der Dreißigjährige Krieg.
1664
ereignet sich ein weiterer großer Stadtbrand in Annaberg.
Ende des 17. Jahrhunderts
verliert der Silberbergbau zunehmend seine frühere beherrschende Stellung. Andere Gewerbe, besonders Textil- und Posamentenherstellung, gewinnen an Gewicht.
18. Jahrhundert5 Einträge
1731
wird Annaberg erneut von einem großen Stadtbrand getroffen. Es ist der vierte der besonders schweren Brände seit 1604.
1746
erscheint der erste Band von Adam Daniel Richters großer Annaberger Chronik, einer der wichtigsten schriftlichen Quellen zur Geschichte der Stadt.
1748
zählt Annaberg 507 besessene Bürger; Buchholz 106 besessene Männer.
18. Jahrhundert
entwickeln sich Spitzenklöppelei, Bortenwirkerei und Posamentenherstellung zu immer wichtigeren Erwerbszweigen.
Ende des 18. Jahrhunderts
werden Annaberg und Buchholz in amtlichen Verzeichnissen weiterhin als selbstständige Städte geführt; Annaberg wird ausdrücklich als Bergstadt bezeichnet.
19. Jahrhundert11 Einträge
1834
leben in Annaberg rund 6.700 Einwohner, in Buchholz etwa 1.400 Einwohner.
1840
erhält Buchholz ein neues Rathaus, das bis 1899 als Rathaus genutzt wird.
1861
führt Sachsen die Gewerbefreiheit ein. Sie wird zu einem wichtigen Motor für die industrielle Entwicklung Annabergs und Buchholz'.
1866, 1. Februar
wird die Eisenbahnstrecke von Chemnitz nach Annaberg eröffnet. Damit erhält Annaberg Anschluss an das moderne Eisenbahnnetz.
1871
hat Annaberg 11.693 Einwohner, Buchholz 5.247. Beide Städte sind im 19. Jahrhundert stark gewachsen.
1872, 3. August
wird die Eisenbahnverbindung von Annaberg über Buchholz nach Weipert eröffnet. Damit entsteht eine direkte Verbindung nach Böhmen.
1870er Jahre
ermöglicht die Verbindung nach Böhmen insbesondere den günstigeren Import böhmischer Kohle und fördert die Industrialisierung der beiden Städte.
1878 bis 1908
unterhalten die Vereinigten Staaten wegen der internationalen wirtschaftlichen Bedeutung der Region sogar ein US-Konsulat in Annaberg.
1890
zählt Annaberg 14.960 Einwohner, Buchholz 7.808 Einwohner.
Ende des 19. Jahrhunderts
werden Annaberg und Buchholz zu einem weltweit bedeutenden Zentrum der Posamentenindustrie. Mehr als 200 größere und kleinere Betriebe und selbstständige Posamentierer sind tätig. Annaberger Unternehmen unterhalten Niederlassungen unter anderem in Paris, London und New York.
Ende des 19. Jahrhunderts
geht die erste große Bergbauperiode des Annaberger Reviers zu Ende.
20. Jahrhundert34 Einträge
1908
endet die Tätigkeit des amerikanischen Konsulats in Annaberg.
1910
wird der Frohnauer Hammer als Museum eröffnet.
1910
zählt Annaberg 17.028 Einwohner und Buchholz 9.679 Einwohner.
1912, 1. Januar
wird Kleinrückerswalde nach Annaberg eingemeindet.
1913
unternimmt Buchholz einen ersten Vorstoß zur Vereinigung beider Städte; der Annaberger Rat lehnt ihn ab.
1914 bis 1918
fordert der Erste Weltkrieg auch unter der Bevölkerung Annabergs und Buchholz' zahlreiche Opfer und bringt wirtschaftliche Not.
1919
scheitert ein erneuter Versuch, Annaberg und Buchholz zu vereinigen.
1920er Jahre
werden weitere Pläne für eine größere Stadtgemeinde unter Einschluss benachbarter Orte diskutiert, jedoch nicht verwirklicht.
1925
hat Annaberg 18.204 Einwohner, Buchholz 8.919.
1933
beginnt auch in Annaberg und Buchholz die nationalsozialistische Gleichschaltung. Im Annaberger Schützenhaus wird ein frühes Konzentrationslager eingerichtet, in dem politische Gegner interniert und misshandelt werden.
1938, November
werden während der nationalsozialistischen Novemberpogrome auch die verbliebenen jüdischen Einwohner Annabergs verfolgt; der jüdische Friedhof wird zerstört und später eingeebnet.
1939
leben in Annaberg 19.292 und in Buchholz 8.959 Einwohner.
1945, 14. Februar
wird Buchholz bei einem Luftangriff schwer getroffen. Zahlreiche Gebäude werden beschädigt oder zerstört; auch die St.-Katharinenkirche wird schwer beschädigt.
1945
besetzt die Rote Armee das Gebiet.
1945, 1. Juli
werden Annaberg und Buchholz auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht zunächst administrativ vereinigt. Besonders in Buchholz regt sich Widerstand gegen die angeordnete Vereinigung.
1946
hat Annaberg 19.584 und Buchholz 8.067 Einwohner.
ab 1947
beginnt im Raum Annaberg erneut intensiver Bergbau, nun vor allem auf Uranerz durch die SAG Wismut. Das „zweite Berggeschrey“ führt zum Zuzug zahlreicher Bergleute.
1947
stimmt der Kreistag der Vereinigung von Annaberg und Buchholz zu.
1948
stimmt auch der Sächsische Landtag der Vereinigung zu; am 10. Dezember wird das entsprechende Gesetz veröffentlicht.
1949
werden Annaberg und Buchholz offiziell zur Stadt Annaberg-Buchholz zusammengeschlossen.
1950
zählt die neue Stadt Annaberg-Buchholz 36.660 Einwohner.
1950er Jahre
erreicht der Uranbergbau der Wismut seinen Höhepunkt. Durch den Zuzug zahlreicher Beschäftigter nähert sich die Einwohnerzahl zeitweise 40.000.
1959
endet die zweite große Bergbauperiode des Annaberger Reviers mit dem Rückgang beziehungsweise Ende des Wismut-Uranbergbaus im Stadtgebiet.
1964
zählt Annaberg-Buchholz 28.819 Einwohner.
1972
werden zahlreiche bis dahin noch privat geführte Unternehmen verstaatlicht.
1975
ist der Wiederaufbau der im Krieg schwer beschädigten Buchholzer St.-Katharinenkirche weitgehend abgeschlossen.
1989
erreicht die friedliche Revolution auch Annaberg-Buchholz.
1990
hat Annaberg-Buchholz 25.059 Einwohner.
1990er Jahre
werden nach der politischen Wende zahlreiche zuvor verstaatlichte Unternehmen reprivatisiert beziehungsweise neu strukturiert.
1994
findet in Annaberg-Buchholz der 3. Tag der Sachsen statt.
1995
wird Annaberg-Buchholz Große Kreisstadt.
1996, 1. Januar
wird Frohnau nach Annaberg-Buchholz eingemeindet.
1998, 1. Juli
wird Cunersdorf eingemeindet.
1999, 1. Januar
wird Geyersdorf eingemeindet. Damit erhält Annaberg-Buchholz weitgehend seine heutige kommunale Gestalt.
21. Jahrhundert5 Einträge
2000
zählt Annaberg-Buchholz 24.671 Einwohner.
2002ANAPONT
Anapont wird gegründet. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf ausgewählten Produkten für Bad und Sanitär.
2006ANAPONT
Anapont beginnt mit der eigenen Fertigung elektrischer Badheizkörper am Standort Annaberg-Buchholz.
2010
eröffnet die Manufaktur der Träume als Erlebnismuseum.
2019, 6. Juli
wird die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Zahlreiche Bestandteile des Welterbes befinden sich im Stadtgebiet von Annaberg-Buchholz.
Anapont bleibt in Annaberg-Buchholz verwurzelt.

Von der Geschichte unserer Stadt zur Wärme für das Zuhause von heute.

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